Tier Lexikon - Afrikanische Eierschlange
   
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Afrikanische Eierschlange (Bild: SWR)

Afrikanische Eierschlange


Dasypeltis scabra

Die Eierschlange macht ihrem Namen alle Ehre: Sie ernährt sich ausschließlich von Vogeleiern, die sie im Ganzen verschlingt.
Aussehen
Afrikanische Eierschlange (Bild: SWR)
Eierschlangen gehören zu den Kriechtieren und dort zur Familie der Nattern.

Sie sind eher klein, meist nur 70 bis 90 Zentimeter lang, manche werden aber auch über 1 Meter lang. Sie sind meist braun gefärbt, manchmal aber auch grau oder schwarz.

Auf dem Rücken und an den Seiten tragen sie schwarze rautenförmige Flecken, die wie eine Kette angeordnet sind.
Eine Afrikanische Eierschlange neben einem Stück Eierschale (Bild: SWR) (Bild: SWR)
Ihr Bauch ist hell gefärbt, der Kopf ist ziemlich klein, er setzt sich kaum vom Körper ab.

Die Pupillen in den Augen stehen senkrecht. Die Zähne sind sehr stark zurückgebildet und nur ganz weit hinten im Unterkiefer zu finden.
Vorn im Kiefer besitzen sie eine Reihe von Falten aus Zahnfleischgewebe, mit denen sie die Eier, die sie fressen, wie mit Saugnäpfen festhalten können.
Heimat
Afrikanische Eierschlangen gibt es nur in Afrika. Dort sind sie im südlichen Arabien, im südlichen Marokko, in Nordostafrika und in Ost- und Zentralafrika bis Südafrika zuhause. Richtung Westen findet man sie bis Gambia.
Lebensraum
Weil Eierschlangen ein ziemlich großes Verbreitungsgebiet haben, kommen sie auch in recht unterschiedlichen Lebensräumen vor. Am häufigsten sind sie in Wald- und Buschgelände zu finden, wo sie am liebsten auf Bäumen leben. Sie halten sich aber auch auf dem Boden auf.
Vogelnester, die sie ausgeplündert haben, benutzen sie gerne als Versteck.
In Regenwaldgebieten und in der Wüste kommen Eierschlangen nicht vor.
Rassen und Arten
Zur Gattung der Afrikanischen Eierschlange gehören sechs verschiedene Arten. Daneben gibt es noch die Indische Eierschlange. Sie ist relativ eng mit ihren afrikanischen Kolleginnen verwandt und gehört zur selben Unterfamilie wie die Afrikanische Eierschlange, aber zu einer anderen Gattung.
Lebenserwartung
Im Terrarium können Afrikanische Eierschlangen etwa zehn Jahre alt werden.
Alltag
Eine Afrikanische Eierschlange auf einem Tisch, vor ihr die Hand ihrer Besitzerin (Bild: SWR)
Afrikanische Eierschlangen sind überwiegend in der Dämmerung und Nacht aktiv.

Sie sind für den Menschen völlig harmlos, weil sie nicht giftig sind. In Gefangenschaft werden sie sogar ziemlich zahm.

In der Natur können sie bei Gefahr aber angriffslustig sein und beißen dann auch zu.
Eine zusammengerollte Afrikanische Eierschlange (Bild: SWR)
Fühlen sich Eierschlangen bedroht, rollen sie sich zusammen und heben den Kopf an. Weil dabei der Hals abgeplattet wird, sehen sie wie eine Kobra aus.

Dann rollen sie sich auseinander, wobei die Schuppen ihrer Haut aneinander reiben. So entsteht ein raspelndes Geräusch.
Eine Afrikanische Eierschlange verschlingt ein Ei (Bild: SWR)
Außerdem blähen sie ihren Körper auf, um größer zu wirken und Feinde zu beeindrucken.

Am interessantesten ist jedoch ihre Fresstechnik. Eierschlangen ernähren sich ausschließlich von Eiern. Auch andere Schlangenarten fressen Eier, sie verschlingen ein Ei und zerdrücken es mit ihrem Körper.
Afrikanische Eierschlange mit einem Ei im Maul (Bild: SWR)
Eierschlangen haben aber eine ganz besondere Methode entwickelt. Sie reißen ihr Maul weit auf und verschlingen das Ei.

Durch Muskeln wird das Ei gegen scharfe, stachelähnliche Wirbelfortsätze gedrückt, die das Ei wie mit einer Säge aufschlitzen.
Afrikanische Eierschlange mit einem Ei im Hals (Bild: SWR)
Der Inhalt fließt in den Magen.

Die Eierschalen werden durch die stumpfen Enden einiger Wirbel zusammengepresst und von der Schlange ausgewürgt.

Eierschlangen können ihr Maul und die Haut ihres Hals extrem weit dehnen.
Eine Afrikanische Eierschlange würgt ein Stück Eierschale heraus (Bild: SWR)
Eine kaum fingerdicke Schlange kann deshalb mühelos ein Hühnerei verschlingen, das viel dicker ist als sie selbst.
Freunde und Feinde
Raubtiere und Raubvögel können Eierschlangen gefährlich werden. Und weil sie den giftigen Nachtottern recht ähnlich sehen, werden sie in ihrer Heimat oft mit diesen verwechselt und von Menschen getötet.
Nachwuchs
Wie die meisten Schlangen legen auch Eierschlangen nach der Paarung Eier ab. In einem Gelege findet man 12 bis 18 Eier. Nach drei bis vier Monaten schlüpfen die jungen Schlangen. Sie sind bereits 20 bis 25 Zentimeter lang.
Sprache
Bei Gefahr können Eierschlangen heftige zischende Laute ausstoßen.
Ernährung
Afrikanische Eierschlange mit einem Ei im Maul (Bild: SWR)
Eierschlangen ernähren sich ausschließlich von Eiern, die sie vor allem nachts aus den Nestern der Vögel rauben.

Im Frühjahr und Sommer legen Eierschlangen gelegentlich eine Fresspause ein und fasten einige Wochen.
Haltung
Eine Afrikanische Eierschlange zwischen kleinen Vogeleiern (Bild: SWR)
Eierschlangen werden gerne in Terrarien gehalten. Gefüttert werden sie mit kleinen Vogeleiern. Abends nehmen sie die Eier am liebsten an.

Der Boden des Terrariums sollte mit Kies ausgestreut sein. Einige größere Steine dienen als Versteck, in das die Schlangen sich zurückziehen können.
Außerdem brauchen sie Äste und Pflanzen, auf die sie klettern können sowie ein Gefäß mit frischem Wasser.

Ganz wichtig ist eine Heizung, weil die Tiere Tagestemperaturen zwischen 22 und 32 Grad Celsius brauchen. Am besten eignet sich eine Wärmequelle von oben. Nachts darf die Temperatur bis auf 20 Grad absinken. Die Beleuchtung sollte zehn bis zwölf Stunden pro Tag eingeschaltet sein.





Kommentare zu dieser Seite:
Kommentar von Manuela, 28.06.2011 um 18:45 (UTC):
Halo



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